Archive for April, 2012

Au … Aufschrei 55

Montag, April 23rd, 2012

Ein „Experte“ ist längst kein Fachmann!

Pauschale abschaffen,
Pendler zusätzlich besteuern?

Jetzt muss Neschle zur Krähe werden, die sonst keiner anderen ein Auge aushackt und kräftig zupicken auf einen Kollegen, der von der Presse „Experte“ genannt wird: Prof. Dr. Thomas Straubhaar, Direktor und Sprecher der Geschäftsführung des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) und Universitätsprofessor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere internationale Wirtschaftsbeziehungen.

Nun mag der Kollege „Experte“ für „internationale Wirtschaftsbeziehungen“ sein und beim üblichen Fachidiotismus auch bleiben. Aber „Experte“ für „nationale Steuer- und Verkehrspolitik“ ist er nicht und wird es nie werden, sofern man „Experte“ nicht als Schimpfwort benutzt. Dennoch hat er sich in der Presse dazu geäußert: „Abgas, Verkehrslärm, Stau oder Parkplatzmangel können gute Gründe sein, die Pendlerpauschale abzuschaffen und sie durch eine Pendlersteuer zu ersetzen.“

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Leon Neschle 77 (14. Woche 2012)

Mittwoch, April 4th, 2012

Steuern und Besteuern[1] – oder:
Schweizer Drecksäcke und deutsche Sauberleute?

Keine Unmoral rechtfertigt eine weitere Unmoral! Alles andere ist Taliban.
(Neschle)

Das eben ist der Fluch der bösen Tat, das sie fortzeugend Böses muss gebären.
(Friedrich v. Schiller)

Seit Jahrzehnten ist es eine Binsenwahrheit: Die Schweiz gewährt deutschen Steuersündern Unterschlupf auf anonymen Nummernkonten und verschanzt sich dabei hinter dem Bankgeheimnis. Das ist nicht gut, das ist moralisch fragwürdig.

Seit Jahrzehnten hätten deutsche Regierungen auf zwischenstaatlicher Ebene dagegen vorgehen können und sie wären sich internationaler Unterstützung sicher gewesen. Notfalls hätten sie sogar zu Sanktionen greifen können, etwa zu Kapitalverkehrsbeschränkungen, um die Schweiz an den Verhandlungstisch zu zwingen, also dorthin, wo Internationales Recht gemacht wird.

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Au … Aufschrei 54

Montag, April 2nd, 2012

Emdens Exzesse als Ekzeme im Piratengesicht.

Das asoziale Lynchwerk

Ein (Flash-)Mob in Emden, internetbetrieben und –getrieben: Fast hätte er gereicht zur Lynchjustiz an einem Unschuldigen. Wieder hat sich im Netz eine „spontane Glaubensgemeinschaft“ mit massiv eingebildetem Wissen gegenseitig bestärkt und anonym radikalisiert. Im sicheren Bewusstsein, den Mörder zu haben, hat sie den Hölleneid geschworen: Lex est quod facimus (Gesetz ist, was wir tun)!

Zitate von t-online: „Nach der Festnahme des Jugendlichen als Tatverdächtiger im Mordfall Lena waren Hassparolen und Lynch-Aufrufe im Internet aufgetaucht. … Nach Aufrufen im Netz war eine aufgebrachte Menschenmenge sogar vor die Polizeistation in Emden gezogen, als die Festnahme bekanntgeworden war.“

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