Die vierte Gewalt und die mulmige Moral der Moralwächter
Substanz hat die Presse erst, wenn sie nicht nur als Meute stark ist.
(Neschle)
Westerwelle, Guttenberg, Wulff … . Die deutsche Presse hetzt ihre Opfer gern als Meute. Und sie zeigt als vierte Gewalt ihre Macht, indem sie Westerwelle aus dem Amt als Parteivorsitzender jagt, Guttenberg in die Arbeitslosigkeit schickt und Wulff (vorerst nur) an den Pranger. Aber man hat den Eindruck: Die Presse will das „Opfer Wulff“ und macht so lange weiter, bis sie den Wulff erlegt hat. Den letzten Wulff in freier Wildbahn. Der ist manchmal zu wild (wenn er auf Mailboxen spricht), zeitweise zu unsicher (wenn er auf Fragen antwortet) und oft zu klein (wenn er sich Vorteile ergattert).
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Butter bei die Toasts!
Butter bei die Fische! (O-Ton Ruhrgebiet: Jetzt sag was zur Sache, Wichtiges und Vertrauliches, und drück Dich klar aus!)
Die Wirtschaftswissenschaft erforscht das Geistige der Wirtschaft, den Sp(i)rit. (watt weiß ich denn!?)
Bei kaum einer Festlichkeit, auf kaum einer Feier ist er wegzudenken: der Toast oder Trinkspruch. In vulgärer Form hat er längst Feten und gemeine Trinkgelage erreicht, wo er eher Trinker- als Trinkspruch ist. Und zu Silvester beim 90. Geburtstag von Miss Sophie lassen sich jedes Jahr Millionen Deutsche von einer Kaskade skurril verpackter Trinksprüche bespaßen.
Doch was erklärt diese Lust am Toast, woher der Name, was geschieht dabei und wie sieht ein guter „Toast“ aus? – Wie einer aus dem Toaster? Gebräunt?
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Bankcrash auf dem Mount Ventoux nimmt schlimme Formen an
Alt(e )eingesessene französische Bank zusammengebrochen
Bei Neschles Besuch in Frankreich konnte er auf höchster Ebene Schäden betrachten, die der Crash einer international tätigen Bank verursacht hat. Nun will der französische Staatspräsident den deutschen Steuerzahler um deren Sanierung bitten.
Hier der Zustand der französischen Bank auf dem Mount Ventoux aus verschiedener Perspektive. Was dabei auffällt: Crash bleibt Crash:

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Aus-Bildung im Abseits der Bildung
Ausbildung heißt Ausbildung, weil es dann aus mit der Bildung ist. (Neschle)
Nicht auf jede Einbildung kann man sich was ausbilden. (Neschle)
Am vorletzten Wochenende war bei Neschle Zeit für Gespräche mit Professoren. Die waren sich einig: Wir leben im Zeitalter der Wissenssimulation. Die Ab- und Fertigprüfung immer kleinerer Wissensabschnitte eröffnet Simulationsspielräume für Auswendiglerner und Nichtversteher mit gutem Kurzzeitgedächtnis. Ihre Gedächtnisschnipsel scheinen in vielen Mini-Klausuren kurz auf, leuchten aber nicht lange und können schon gar niemanden mehr erleuchten. Und das, wo außerhalb des Bildungsbereichs seit langem die „Ära der Nachhaltigkeit“ eingeläutet ist.
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Europäische Vereinheitlichungen und das Henne-Ei-Problem
Es gibt immer zwei Möglichkeiten: Am besten, man macht das Richtige zuerst. (Neschle)
Wir haben ihn: den Euro, die einheitliche europäische Währung. Wir haben sie: Bachelor oder Master, Geselle oder Meister, die einheitlichen europäischen Hochschul- oder Bildungsabschlüsse. Wie schön einheitlich, wie schön gemeinschaftlich, wie schön europäisch. Wie schön! Wäre da nicht in beiden Fällen dasselbe Problem:
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Der Helikopter-Student, oder:
Sagt nicht, Euch hätte keiner gewarnt!
The road to hell is paved with good intentions. (George Bernard Shaw)
Die Art und Weise, wie Universitäter heute Akadämlicher produzieren, belastet meinen beschädigten Ruf. (Neschle)
Neulich las ich über „Helikopter-Kinder“ in den USA, die schwere Entwicklungsstörungen und gravierende psychische Probleme haben. Von frühester Kindheit an werden sie gegängelt, bemuttert (auch ein Vater kann das!) und permanent überwacht: im Interesse ihrer „Helikopter-Eltern“, die in der Einkind-Generation Zeit und Energie investieren (können), um in ihren Kindern die eigene Lebenserfüllung zu suchen.
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Marktwirtschaft: Die Beleidigung
Die moralische Lehre, die ich dem Fußball verdanke: Die loyale Beachtung von Spielregeln, die gemeinsam festgelegt und freiwillig akzeptiert werden. (Albert Camus)
Herr Neschle, es hat Zuhörerfragen zu Ihrem Interview (Leon Neschle 68) gegeben. Um ehrlich zu sein, auch eine Menge Beleidigungen, die sehr persönlich wurden.
Nun, Frau öööhhh! Unpersönlich ist nicht immer besser. Die Beleidigungen zeigen, mit welcher Leidenschaft sich viele bei dem Thema engagieren. … Also fangen wir doch mit den Beleidigungen an.
Die häufigste Beleidigung war: „asozialer Neoliberaler“.
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Das Interview zur Lage der Sozialen Marktwirtschaft
Kontrolliert der Staat die Wirtschaft, treffen die Lehrer statt der Manager die wirtschaftlichen Entscheidungen. Wer erwartet da Besserung? (Neschle)
Herr Neschle, Sie sind ein ausgewiesener Experte der Sozialen Marktwirtschaft …
Nein, nein, noch darf ich in Deutschland wohnen. Noch bin ich nicht ausgewiesen!
Aber Sie befürchten das?
Wenn es so weiter geht mit der schleichenden Wiedereinführung des Sozialismus durch den Erfolg der Linken, dann ja. Dann werden die Renegaten sicher nicht mehr dulden, die vom rechten Glauben des Sozialismus abweichen. Allen Andersgläubigen werden sie die böse Absicht unterstellen, den einzig moralischen Sozialismus torpedieren zu wollen.
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Gesellschaft mit beschränktem Hirn und beschämender Haltung
Es gärt die Sehnsucht nach dem Krieg aller gegen alle. (Neschle)
Ich glaub‘, mich tritt zwei Pferd. Das erste, weil der Schweizer Nationalrat Alfred Heer droht, alle Kontodaten deutscher Politiker bei Schweizer Banken öffentlich zu machen. Das zweite, weil fast 90% von Euch Internet-Usern auf die Frage „Was meinen Sie, sollten die Schweizer Kontodaten von deutschen Politikern veröffentlicht werden?“ antworten „Ja, das wäre sicher interessant.“ Zusammen mit denen, denen das „egal“ ist, sind es sogar über 90%. Nur ein kleiner aufrechter Rest von weniger als 10% steht für den Schutz der Privatsphäre. Auch bei deutschen Politikern!
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Tags: Anreizsysteme, Banken, Bürokratie, Datenschutz, Gerechtigkeit, Gesellschaft, Kultur, Medien, Moral, Philosophie, Politik, Staat, SteuerCD, Steuern, Wirtschaft
Was wollt Ihr mit Euren Ran-KINGs?
Es geht nichts über eine ungepflegte Publikumsbeschimpfung. Wenn man sie pflegt! (Neschle)
Ihr seid alle bekloppt! Ihr habt die Demokratie erfunden und habt behauptet: „Alle Menschen sind gleich!“ Das hat sich für Euch nicht bewährt: Jeder von Euch Hirntoten bekommt zwar bei jeder Wahl die gleiche Stimme, aber Ihr verzichtet auf ihren Gebrauch. Ihr wollt sie doch gar nicht: die Gleichheit! Ihr wollt nur ranken und raten, Rankings und Ratings. Und das alles mit englischem „ähhhh“.
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