3. März 2010

Leon Neschle 68 (9. Woche 2010)

Das Interview zur Lage der Sozialen Marktwirtschaft

Kontrolliert der Staat die Wirtschaft, treffen die Lehrer statt der Manager die wirtschaftlichen Entscheidungen. Wer erwartet da Besserung? (Neschle)

Herr Neschle, Sie sind ein ausgewiesener Experte der Sozialen Marktwirtschaft …

Nein, nein, noch darf ich in Deutschland wohnen. Noch bin ich nicht ausgewiesen!

Aber Sie befürchten das?

Wenn es so weiter geht mit der schleichenden Wiedereinführung des Sozialismus durch den Erfolg der Linken, dann ja. Dann werden die Renegaten sicher nicht mehr dulden, die vom rechten Glauben des Sozialismus abweichen. Allen Andersgläubigen werden sie die böse Absicht unterstellen, den einzig moralischen Sozialismus torpedieren zu wollen.

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3. Februar 2010

Leon Neschle 66 (5. Woche 2010)

Was wollt Ihr mit Euren Ran-KINGs?

Es geht nichts über eine ungepflegte Publikumsbeschimpfung. Wenn man sie pflegt! (Neschle)

Ihr seid alle bekloppt! Ihr habt die Demokratie erfunden und habt behauptet: „Alle Menschen sind gleich!“ Das hat sich für Euch nicht bewährt: Jeder von Euch Hirntoten bekommt zwar bei jeder Wahl die gleiche Stimme, aber Ihr verzichtet auf ihren Gebrauch. Ihr wollt sie doch gar nicht: die Gleichheit! Ihr wollt nur ranken und raten, Rankings und Ratings. Und das alles mit englischem „ähhhh“.

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2. Dezember 2009

Au … Aufschrei 43

Watzke abgewatscht

Hoppla Hopp Hoffenheim!

Dietmar Hopp von 1899 Hoffenheim (oder Hoppenheim?) watscht ab, ohne abzuwarten. Nachdem er schon Schalke 04 wegen städtischer Beteiligung an der Arena auf Schalke in den Senkel gestellt hat, sind nun Borussia Dortmund und sein Manager Hans-Joachim Watzke dran. Da ist das Gleichgewicht im Revier wieder hergestellt. Aber so macht sich der ungeliebte Hopp sicher keine neuen Freunde.

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26. November 2009

Au … Aufschrei 41

Die volle Blauäugigkeit: Hast Du schon ein blaues Auge, so halte auch das andere hin!

Die armen Iren und die armen Irren.

Der Fußball wird von einem neuen Wettskandal erschüttert. Wilde Mutmaßungen und Vorverurteilungen allenthalben. Nur Spieler von Verl erwiesen sich nun plötzlich als Kerl und gestanden. Wenig ist bislang wirklich bewiesen, aber man kann ja mal drüber sprechen und das Wort „mutmaßlich“ vergessen, das sonst sogar bei Mord strikt zugebilligt wird.

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27. Juni 2008

Au … Aufschrei 30

Prinz Philipp lahmt, stellt sich aber dem überlegenen türkischen Heer.

„Türken wieder kurz vor Wien geschlagen“

„Es war gerade mal eine Minute vor Wien. Oder verlängerte einunddreißig vorm Elfmeterschießen und dem dritten Versuch der Türken (nach 1529 und 1683) nach Wien zu kommen. Beinahe wären die Taten von Prinz Eugen, dem edlen Ritter, Makulatur der Geschichte gewesen. Dann hätten die Türken 2008 endlich selbst Wien erobert und nicht nur ihr Kaffee.“ – So hätte es geklungen, wenn die deutsche Presse „polnisch“ berichtet hätte. ->> Weiterlesen

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18. Juni 2008

Au … Aufschrei 29

Bei Angela: Oranje boven. Bei Yogis Buben: ein Deut Schland zu viel.

Cordoba. Und das Wunder bleibt!

Nach dem Sieg gegen Polen hörte Neschle einen abgefüllten Schrumpfgermanen in Klagenfurt rufen: „Sch… sch …Schland! Schland! Su-su-suuper … Schland!“ Gestern in Wien war aus Sicht von Neschle ein Deut Schland zu viel im deutschen Spiel.

Dem Klang nach stellt man sich unter „Schland“ nämlich eine schwarz-weiß-graue zähe Masse vor, eine Art Klärschlamm. So zäh spielten die Deutschen auch bis auf einen, den sie ironischerweise „lahm“ nannten. Und was ein Deut ist, weiß doch jeder. Wer es nicht weiß, kann vermutlich keinen Deut deutsch. Es hätte also noch zäher sein können. So wie gegen Kroatien! ->> Weiterlesen

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10. Juni 2008

Neschle-Depeschle 18

Neschle-Depeschle-Neschle-Depeschle-Neschle-Depeschle
Für den kleinen Hunger zwischendurch: Der schnelle Einwurf in den Strafraum

Wenn man ein 0:2 kassiert, dann ist ein 1:1 nicht mehr möglich.

(Aleksander Ristic, ohne Kenntnis der polnischen Niederlage)

2:0 – Ja do san olle Klagen furt!

Neschle ist in Klagenfurt. Am Freitag und Samstag vor dem Spiel Deutschland – Polen am Sonntag hatten die Deutschen da noch alles in der Hand. Vor allem die deutsche Polizei. Die ist mit 500 weiblichen und männlichen „Sicherheitskräften“ angerückt und dominiert das Straßenbild mehr als alle Fans. Die meisten Klagenfurter sind schon zu Hause geblieben.

Am Sonntag, den 8. Juni 2008, dann das Spiel Deutschland gegen Polen. Plötzlich wimmelt es überall von Polen hier. So wie in Wien von Kroaten. Als hätten die sich abgesprochen, dominieren sie die Fan-Meilen und das Stadion im Verhältnis 2:1. Doppelt so viele Polen wie Deutsche in Klagenfurt, doppelt so viele Kroaten wie Österreicher in Wien. Was ein „Heimspiel“ werden sollte, wird ein Auswärtsspiel: für die Deutschen in Klagenfurt am Wörthersee, sogar für die Österreicher in Wien, „ihrer“ Hauptstadt, die für kurze Zeit die kroatische wird. Ein Auswärtsspiel im eigenen Land. Das kann man so nicht einmal finden, wenn irgendwo in Deutschland die deutsche Nationalelf gegen die türkische spielt. ->> Weiterlesen

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27. Februar 2008

Leon Neschle 35 (8. Woche 2008)

Der Horror horrend hoher Honorare

We don’t need another hero

(Tina Turner)

Seit Monaten gibt es Diskussionen über Managerhonorare, deren Höhe und deren Entwicklung; über Unternehmensgewinne und deren Entwicklung. Weniger diskutiert wird über Einnahmen von Sport- oder Filmstars und deren Entwicklung; über Steuereinnahmen und deren Entwicklung. Doch überall horrend hohe Honorare! … Überall? „Normale“ Arbeitnehmer, Angestellte und Beamte fühlen sich abgehängt. Mit Recht! Für sie werden die horrend hohen Honorare der anderen zum Horror. ->> Weiterlesen

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16. Februar 2008

Au … Aufschrei 22

„Eure Scheiß-Stimmung, da seid Ihr doch dafür verantwortlich und nicht wir.“

Ein Geschießter sollte nicht selbst foulen!

Auf dem Rasen spielen sich dramatische Szenen ab. Strafstoß! Elfmeter für den FC Bayern! Luca Toni wurde gefoult. Toni schießt selbst. Tim Wiese, der Torwart von Werder Bremen, hält. Die Kamera des DSF zeigt den „Kaiser“ in mäßiger Erregung. Der Reporter weiß, Franz Beckenbauer hat das kritisiert: „Ein Geschießter … oh! … ein Gefoulter sollte nie selbst schießen!“ Das Dilemma zwischen einem verschossenen Elfmeter und einer alten Fußballweisheit. ->> Weiterlesen

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13. Mai 2007

Au … Aufschrei 4

RAG: LUMPEN, LAPPEN; TO RAG: ÜBEL MITSPIELEN

Blau-weißes Logo, schwarz-gelbe Werbung: Man vermutet „RAG“ dahinter!

Neschle legt Wert darauf: Den Aufschrei hat er vor dem Sieg von Borussia Dortmund geschrieben. Den Nachtrag nicht! Das Ergebnis gilt unabhängig davon: ->> Weiterlesen

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