Posts Tagged ‘Unternehmen’

Leon Neschle 64 (3. Woche 2010)

Sonntag, Januar 17th, 2010

Kunden, Leser, Bürger, Adressaten: Selten Mittelpunkt, aber immer Mittel. Punkt!

Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. (Alte Vertriebsweisheit)

Auch wenn manche die alte Vertriebsweisheit von Wurm, Fisch und Angler vor sich hertragen: „KUNDENNUTZEN“ wird zwar großgeschrieben, aber nicht immer wirklich hochgehalten: !KUNDENNUTZEN!. Und selbst der großgeschriebene „KUNDENNUTZEN“ bedeutet nicht, dass man alles tut, was der Kunde will, und vor allem nicht, dass man nur das tut, was der Kunde will. Denn:

Jede nachhaltige Beziehung erlahmt, wenn der Kunde nicht auch mal positiv überrascht wird mit etwas, von dem er vorher gar nicht wusste, dass er es wollte, weil er z.B. noch nicht einmal wissen konnte, dass er es überhaupt wollen konnte. Nur mit positiven Überraschungen wird der Kunde zum Fan und die Kundenbeziehung wird nachhaltig spannend statt einzuschlafen.

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Neschle-Depeschle 19

Mittwoch, September 17th, 2008

Neschle-Depeschle-Neschle-Depeschle-Neschle-Depeschle
Für den kleinen Hunger zwischendurch: Der schnelle Einwurf in den Strafraum

Saarländer Déjà-vu: Erst Hohn-Ecker dann Lach-Fontäne?

(Neschle selbst)

Schöne neue Dach-Decker-Republik

Jetzt wird er wild, der Oskar. Nicht der Matzerath aus der Blechtrommel, den kaum der Grass wachsen hört! Auch nicht der verliehene Statist Oscar vom Film. – Nein, der fabelhafte Lafontaine, der schon früher Neigungen zum Rotlicht hatte. Der stellt jetzt ganz auf Rot um.

Oskar will jetzt Deutschlands Familiengesellschaften enteignen. Allererste sollen Maria-Elisabeth und ihr Sohn Georg sein. Die Schaefflers! Sie haben zu viel geschaeffelt! Denn so der rotbraune Oskar: „Kein Mensch kann in seinem Leben zehn Milliarden Euro auf verfassungsmäßige Weise anhäufen.“ (Hat er so gesagt!)

Oho! Lafontaine als oberster Verfassungsschützer und oberster Verfassungsrichter! Der macht nun kurzen Prozess mit den bösen Schaefflers! (more…)

Leon Neschle 44 (22. Woche 2007)

Freitag, Mai 30th, 2008

Landwirtschaft wird sexy: Frau sucht Bauer!

Die Märkte werden besoffen gemacht, damit sie willig sind.

(Neschles Bekannter)

Die Landwirtschaft zieht nach der weltweiten Preiswelle und Mengenebbe für Nahrungsmittel und Bio-Produkte das Interesse auf sich. Bio-Gas und Bio-Diesel machen landwirtschaftliche Produkte für den Energiesektor interessant. Recyclingfähige „Naturstoffe“ lösen „Kunststoffe“ ab.

Darüber wird das Trinken und Essen der (Über-)Lebensmittel fast vergessen. Denn die Milchpreise, für die Bauern gerade auf die Straße gehen, interessieren kaum jemand. Was sind schon Essen und Trinken gegen Auto fahren?! (more…)

Leon Neschle 42 (19-20. Woche 2008)

Dienstag, Mai 13th, 2008

Das Märchen von den gläsernen Taschen

Wir dürfen jetzt nur nicht den Sand in den Kopf stecken.

(Lothar Matthäus)

Wenn alles offen wird, wird alles gut. Wenn wir erst im Glashaus sitzen, kann niemand mehr mit Steinen werfen. Wenn alle gläserne Taschen haben, wird die Entlohnung gerecht. Die Großen werden weniger verdienen, die Kleinen mehr. Niemand kann vor anderen verstecken, was er verdient. Jeder kann und darf auch bei jedem darüber urteilen, so oft und viel er will. Er kann sagen, ob jemand etwas nicht verdient, obwohl er es tut, weil ihm ein anderer das unverständlicherweise zahlt. Das schafft Frieden an der Verteilungsfront! Das ist ge- und erlebte Demokratie!? (more…)

Au … Aufschrei 27

Dienstag, April 29th, 2008

Sie Planen Dämliches: Einkommensflöze für Nichtsportler und Nichtkünstler! – Da sieht Neschle schwarz!

Collarisierung des Arbeitseinkommens

Gerade noch ging es um diejenigen, die „zu wenig“ verdienen. Mindestlohn war da die „Lösung“. Nun geht es um die, die aus Sicht der SPD „zu viel“ verdienen. Nein, nicht um Top-Profi-Golfer, Tennisspieler, Autorennfahrer oder Fußballspieler. Die verdienen nicht zu viel! Das sind Künstler! Denen kann weiter jeder Veranstalter oder Verein bezahlen, was er will. Die tun ja auch wichtige Dinge: Sie beschäftigen den gemeinen Malocher am Wochenende. Das entspannt ihn, lässt ihn ausspannen.

Aber diejenigen, die uns während der Woche beschäftigen und dem Arbeitsleid aussetzen, die Top-Manager der großen Aktiengesellschaften sollen nicht mehr verdienen als sozial gerade noch „angemessene“ 1 Mio., meint Herr Heil, der Generalsekretär, und mit ihm seine SPD. Eine Erklärung für diese Summe gibt es nicht. Die ist irgendwie in den Bäuchen von SPD-Politikern entstanden, vielleicht sogar allein im Bauch von Herrn Heil, aus dem sie freilich viel zu früh geboren wurde.

Wenn bei uns Heil gerufen wird, sollten wir aber immer vorsichtig sein. Auch wenn es hier nur der HaHa ist, der Hubertus Heil. Es ist da in Deutschland nämlich wie bei einem Magneten: Man ruft zwar Heil, aber schon wird das Un-Heil angezogen. – (more…)

Au … Aufschrei 26

Montag, April 28th, 2008

Deutsche Bürger: Allein auch vernünftig zu haben! Kollektiv nur in doof?

Vereinfacht die Verwaltung,
verdoppelt die Probleme!

Seit geraumer Zeit greift in den Behörden die Verwaltungsvereinfachung als typisch deutscher Beitrag zum Bürokratieabbau. Einspruchsverfahren wurden abgeschafft und der Bürger ist gezwungen, ohne diesen Puffer sofort zu klagen. Wie das zwar die Verwaltung vereinfacht, aber die Probleme für die Bürger verdoppelt, erfuhr Neschle jüngst an einem Beispiel, das aus Schilda zu stammen scheint: (more…)

Neschle-Depeschle 17

Freitag, April 25th, 2008

Neschle-Depeschle-Neschle-Depeschle-Neschle-Depeschle
Für den kleinen Hunger zwischendurch: Der schnelle Einwurf in den Strafraum

Der „Fall“ von Hagen ist nicht der „Fall“ der Düsseldorfer Hypothekenbank. Doch etwas ist gemein an ihnen!

The only way to avoid mistakes is to gain experience. The only way to gain experience is to make mistakes.

(unbekannter Schlauberger)

Bei den Nibelungen ermordete Hagen einstmals den Siggi aus Xanten, obwohl der vorher einen Drachen getötet und sich in dessen Blut verpanzert hatte wie ein Mistkäfer. Man sagt auch: „Siegfried fiel von der Hand Hagens von Tronje“. Obwohl der Siggi nie drauf gewesen ist, auf der Hand vom Hagen. Anno dunnemals war Hagen jedenfalls obenauf. Doch schon damals war eine Gemeinheit damit verbunden.

Heute nun fühlt sich Hagen selbst gemein behandelt: von der Deutschen Bank. Die Stadt will mit der Deutschen Bank nicht länger Schweinchen auf der Leiter spielen und sich durch den Spread Ladder Swap ausnehmen lassen (Depeschle 5 und 9). Daher nun der Prozess vor dem Landgericht in Wuppertal. (more…)

Leon Neschle 41 (18. Woche 2008)

Dienstag, April 22nd, 2008

Das Sublime der Subprime: Erschütterter Glaube an bodenständige Werte

A sentimentalist is a man who sees an absurd value in everything and doesn’t know the market price of a single thing.

(Oscar Wilde)

Die „Subprime-Krise“ ist längst in Deutschland angekommen. Sie richtet erhebliche Schäden im Bankensystem und der Gesamtwirtschaft an. Neben den bekannten Milliardenschäden bei der IKB und den Landesbanken in Bayern, NRW etc. „verdrücken“ zahlreiche Banken „kleinere“ Verluste im dreistelligen Millionenbereich, um nicht im Fokus der Presse zu stehen. Darunter sind ambitionierte Sparkassen, die neben ihren Landesbanken selbst ein wenig am internationalen Geschäft schnuppern wollten und sich dabei eine blutige Nase holten. Der Schaden geht dabei weit in den zweistelligen Milliardenbereich. Er macht das Lamentieren um die zwei Milliarden bei der jetzigen Rentenerhöhung geradezu lächerlich. (more…)

Leon Neschle 40 (17. Woche 2008)

Donnerstag, April 17th, 2008

Große Architekten „verbauen“ sich in Denkmälern

The neurotic builds castles in the air, the psychotic lives in them, and the psychiatrist collects the rent.

(Anonymous)

Zu dem obigen Spruch gibt es eine Steigerung: Es gibt Neurotiker, die dürfen ihre „Schlösser“ auch auf der Erde bauen. Dafür lassen sie sich von anderen Neurotikern bewundern und die Psychiater gehen leer aus. Der Kern ihrer Neurosen ist: Gebäude müssen ein Denkmal setzen, für den Bauherrn oder besser noch für den Architekten selbst. Sie dürfen sich aber auf keinen Fall bewohnen oder nutzen lassen. Bauwerke werden nur dann wirklich berühmt, wenn sie faktisch zu nichts zu gebrauchen sind. Das haben schon die Cheops-Pyramide oder der Koloss von Rhodos gezeigt. Auf diese Einsicht kann man wirklich bauen. Nur Brücken sind davon irgendwie ausgenommen, sonst wären es ja keine Brücken. (more…)

Leon Neschle 39 (14.-16. Woche 2008)

Montag, April 7th, 2008

Verantwortungslos und ohne Haftung

You can’t escape the responsibility of tomorrow by evading it today.

(Abraham Lincoln)

„This is a story about four people: Everybody, Somebody, Anybody and Nobody. There was an important job to be done and Everybody was asked to do it. Everybody was shure that Somebody would do it. Anybody could have done it, but Nobody did it. Somebody was angry about that because it was Everybody’s job. Everybody thought Anybody could do it, but Nobody realized that Everybody wouldn’t do it. It ended up that Everybody blamed Somebody when actually Nobody asked Anybody.”

So sieht es bei Josef Wandeler mit der Verantwortungsdiffusion aus, bevor eine Aufgabe übernommen wird. Doch wie sieht es danach aus? Wer trägt dann die Verantwortung? Wer haftet? Immer mehr Leute beeinflussen eine Entscheidung, ohne für diese Entscheidung und die Folgen ihres Tuns die Verantwortung zu tragen und dafür persönlich zu haften. Jeder will mitwirken, keiner die Folgen tragen. (more…)