22. April 2008

Leon Neschle 41 (18. Woche 2008)

Das Sublime der Subprime: Erschütterter Glaube an bodenständige Werte

A sentimentalist is a man who sees an absurd value in everything and doesn’t know the market price of a single thing.

(Oscar Wilde)

Die „Subprime-Krise“ ist längst in Deutschland angekommen. Sie richtet erhebliche Schäden im Bankensystem und der Gesamtwirtschaft an. Neben den bekannten Milliardenschäden bei der IKB und den Landesbanken in Bayern, NRW etc. „verdrücken“ zahlreiche Banken „kleinere“ Verluste im dreistelligen Millionenbereich, um nicht im Fokus der Presse zu stehen. Darunter sind ambitionierte Sparkassen, die neben ihren Landesbanken selbst ein wenig am internationalen Geschäft schnuppern wollten und sich dabei eine blutige Nase holten. Der Schaden geht dabei weit in den zweistelligen Milliardenbereich. Er macht das Lamentieren um die zwei Milliarden bei der jetzigen Rentenerhöhung geradezu lächerlich. ->> Weiterlesen

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7. April 2008

Leon Neschle 39 (14.-16. Woche 2008)

Verantwortungslos und ohne Haftung

You can’t escape the responsibility of tomorrow by evading it today.

(Abraham Lincoln)

„This is a story about four people: Everybody, Somebody, Anybody and Nobody. There was an important job to be done and Everybody was asked to do it. Everybody was shure that Somebody would do it. Anybody could have done it, but Nobody did it. Somebody was angry about that because it was Everybody’s job. Everybody thought Anybody could do it, but Nobody realized that Everybody wouldn’t do it. It ended up that Everybody blamed Somebody when actually Nobody asked Anybody.”

So sieht es bei Josef Wandeler mit der Verantwortungsdiffusion aus, bevor eine Aufgabe übernommen wird. Doch wie sieht es danach aus? Wer trägt dann die Verantwortung? Wer haftet? Immer mehr Leute beeinflussen eine Entscheidung, ohne für diese Entscheidung und die Folgen ihres Tuns die Verantwortung zu tragen und dafür persönlich zu haften. Jeder will mitwirken, keiner die Folgen tragen. ->> Weiterlesen

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27. Februar 2008

Leon Neschle 35 (8. Woche 2008)

Der Horror horrend hoher Honorare

We don’t need another hero

(Tina Turner)

Seit Monaten gibt es Diskussionen über Managerhonorare, deren Höhe und deren Entwicklung; über Unternehmensgewinne und deren Entwicklung. Weniger diskutiert wird über Einnahmen von Sport- oder Filmstars und deren Entwicklung; über Steuereinnahmen und deren Entwicklung. Doch überall horrend hohe Honorare! … Überall? „Normale“ Arbeitnehmer, Angestellte und Beamte fühlen sich abgehängt. Mit Recht! Für sie werden die horrend hohen Honorare der anderen zum Horror. ->> Weiterlesen

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12. Februar 2008

Leon Neschle 34 (7. Woche 2008)

Eine kleine Philosophie der Haus-, Seminar-, Fach-, (Fall)Studien-, Bachelor-, Master-, Diplom- und Doktorarbeit

The problem is all inside your head she said to me, the answer is easy if you take it logically

 (Paul Simon)

Jährlich wandern etliche Haus-, Seminar-, Bachelor-, Master-, Diplom- und Doktorarbeiten über den Schreibtisch von Neschles Alter Ego. Dazu jede Menge Fallstudien, „Case Studies“ wie die Wichtigtuer der Jetztzeit sagen. Über die Jahre hat sich bei ihm daher neben Lachen von Weinen und zwischen Lachen und Weinen darüber ein umfassendes Wissen angesammelt. Nicht nur über die darin abgehandelten Inhalte, sondern auch über die Themenwahl, stilistische Fragen und darüber, was die „Philosophie“ solcher Arbeiten ist. ->> Weiterlesen

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28. November 2007

Leon Neschle 32 (47. Woche 2007)

Zwei-Master, Drei-Master, Vier-Master segeln im rosaroten Bildungs-Mehr.

Ick heff mol een Hamborger Vier-Master (sprich: Mah-ster) sehn, to my hooday, de Master (Original: Masten) so scheep as den Schipper sien Been, to my hooday, hooday, ho – ho – ho – ho! Blow boys blow for Californio there is plenty of gold so I am told on the banks of Sacramento

(Volkslied; “Master” ist eine alte Bezeichung für “Kapitän”)

Ginge es nach deutschen Bildungspolitikern, dann sollten sich 80 Prozent aller Studenten mit dem Bachelor-Abschluss begnügen. Denn das soll der massenhaft arbeitsmarktfähige Abschluss sein! Nur 20% der Studenten sind für den weiterführenden Master-Abschluss vorgesehen (Leon Neschle 1). ->> Weiterlesen

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15. November 2007

Leon Neschle 30 (45. Woche 2007)

Wer versteht Harrys Marko-Witz?

Es ist gewiss besser, eine Sache gar nicht studiert zu haben als oberflächlich. Denn der bloße gesunde Menschenverstand, wenn er eine Sache beurteilen will, schießt nicht so sehr fehl als die halbe Gelehrsamkeit.

(Georg Christoph Lichtenberg)

Es gibt Menschen, die treten in Fettnäpfchen. Und es gibt Menschen, die stellen sogar die Fettnäpfchen auf, in die sie hintreten. Wenn sie das zwar wissen, aber so tun, als wüssten sie es nicht, nennt man sie Clowns oder Ententrainer, ups!: Entertainer natürlich. Darüber lacht man. Wissen sie das nicht, tun aber trotzdem so, als wüssten sie es, heißen sie Wissenschaftler oder Manager, schlimmstenfalls sogar Vorstände. Da ist es dann tragisch, und den meisten ist zum Weinen zumute. ->> Weiterlesen

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15. Oktober 2007

Leon Neschle 27 (42. Woche 2007)

Kuriose Kapitalfehler ums Kapital (II)

Es gibt Leute, denen schießt man das Pferd unterm Hintern weg, die reiten einfach weiter.

(Ein Kollege von Neschles Alter Ego)

Der Interne Zinsfuß (Internal Rate of Return) ist ein teuflischer Pferdefuß der Finanzwirtschaftslehre. Nicht wenige sagen, man sollte mit ihm in der tugendreichen Wissenschaft gar nicht erst auftreten. ->> Weiterlesen

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17. August 2007

Leon Neschle 26 (33. Woche 2007)

Kuriose Kapitalfehler ums Kapital (I)

Die meisten Glaubenslehrer verteidigen ihre Sätze, nicht weil sie von der Wahrheit derselben überzeugt sind, sondern weil sie die Wahrheit derselben einmal behauptet haben.

(Georg Christoph Lichtenberg)

Wissenschaftler sind Rechthaber und Rechthaben kann man nicht delegieren. Man „muss“ es leider zum Glück selbst tun das Rechthaben, so gern man es auch möchte! Daher bleibt Neschle bei den drei folgenden kapitalen Fehlern aus der Finanzwirtschaftslehre gar nichts anderes übrig als dabei selbst Rechthaber zu sein. ->> Weiterlesen

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28. Juli 2007

Leon Neschle 23 (30. Woche 2007)

Von Proleten und Propheten:
Warum essen Manager in Essen nicht aus Essen?

Watt Krupp in Essen is, bin ich in Trinken!
Ein Prolet gilt ’ne Menge in sein eigenet Revier.

(Aus ein selbstgeformten Ruhrpottmund)

Monopoly Deutschland ist da! Seit ein paar Wochen! Völlig neu! Ohne das Ruhrgebiet! Essen und Dortmund haben es nicht aufs Spielbrett geschafft. Auch keine andere Revierstadt. ->> Weiterlesen

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19. Juli 2007

Leon Neschle 22 (29. Woche 2007)

„Humankapital“, letzter Nachschlag:
Humaner Tod und ewiges Kapital!

Wo die Sonne der Weisheit am tiefsten steht, werfen selbst Zwerge große Schatten.

(Karl Kraus)

Ein der Humanwirtschaft verpflichteter Verfasser, Herr Creutz, hat in einer Zeitschrift gleichen Namens, also „Humanwirtschaft“ und nicht Creutz, große Unterschiede zwischen Humankapital und Finanzkapital festgestellt[1]. In einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung hätte Neschle ihm keine Beachtung geschenkt, nicht eine Zeile an seine Ausführungen verschwendet. ->> Weiterlesen

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